Vorarbeiten für neue Gotthard-Röhre während Nachtsperrung im April

Beim Nordportal des Gotthard-Strassentunnels nimmt das Bundesamt für Strassen Astra ab Mitte April Vorarbeiten für die zweite Tunnelröhre in Angriff. Weil der Vortunnel künftig als Installationsplatz dient, muss dort die Verkehrsführung umgestellt werden.

Man nutze für die Bauarbeiten die übliche Unterhaltswoche vom 12. bis am 16. April, während der der Tunnel jeweils zwischen 22 und 5 Uhr gesperrt ist, teilte das Astra am Mittwoch mit. Neben der Verkehrsumstellung werden dann auch Schutzgerüste aufgestellt.

Im rund 450 Meter langen Vortunnel sind die Fahrstreifen durch Stützen voneinander getrennt. Diese werden mit einer durchgehenden Betonwand ergänzt. Zudem wird die Lüftungszentrale angepasst.

Das Schweizer Stimmvolk hat am 28. Februar 2016 Ja gesagt zu einem zweiten Gotthard-Strassentunnel. Ende 2017 legte der Bundesrat die Eckwerte für den Bau fest. Die Arbeiten auf der Nord- und Südseite des Tunnels sind in mehrere Lose aufgeteilt.

In Göschenen haben bereits erste Rodungen begonnen, aber auch der Bau einer Fussgänger- und Förderbandbrücke über die Reuss sowie die Fundierung für die Verladeanlage des Aushubmaterials. Die Bauarbeiten werden etwa sieben Jahre dauern.

Der Vortrieb erfolgt zeitgleich mit je einer Tunnelbohrmaschine ab Airolo und Göschenen. Die zweite Röhre soll etwa Mitte 2029 in Betrieb gehen können. Anschliessend wird die bestehende Röhre während rund drei Jahren saniert. Ab 2032 sollen beide Tunnel zur Verfügung stehen, allerdings wird nur eine Fahrspur pro Richtung offenstehen.

Die Kosten für den Bau der zweiten Gotthardröhre belaufen sich gemäss aktueller Budgetierung auf rund 2,053 Milliarden Franken (plus/minus 15 Prozent, ohne Mehrwertsteuer).

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