Fernwärmeversorgung Zürich: Tunnelbohrmaschine getauft

In Zürich geht es mit dem Ausbau der Fernwärmeversorgung voran. Um eine neue unterirdische Verbindungsleitung bauen zu können, ist am Freitag die entsprechende Tunnelbohrmaschine im Zugangsschacht Milchbuck auf den Namen “Claudia”getauft worden.

“Claudia” ist 100 Tonnen schwer und bohrt den Tunnel für die Fernwärmeverbindung zwischen dem Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz und der neuen Fernwärmezentrale Josefstrasse. Dies teilte die Stadt Zürich am Freitag mit.

Entlang der sechs Kilometer langen unterirdischen Verbindungsleitung können in den Quartieren Wipkingen, Oberstrass, Unterstrass, Gewerbeschule (Sihlquai) und Aussersihl weitere Gebäude an die Fernwärme angeschlossen werden. Den entsprechenden Objektkredit in der Höhe von 235 Millionen Franken hat die Stadtzürcher Stimmbevölkerung im vergangenen September bewilligt.

Bei der Taufe dabei war Stadtrat Richard Wolff (AL), Vorsteher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartementes. Die Verbindungsleitung ist laut Wolff “quasi die Nabelschnur, über die die Fernwärme künftig vom Hagenholz zur Josefstrasse geleitet wird”.

Der neue Tunnel wird in einer Tiefe von bis zu 90 Metern gebaut. Dadurch wird die Stadtbevölkerung weitestgehend von Lärmemissionen, Verkehrsbehinderungen und Erschütterungen verschont. Der Bau der Verbindungsleitung wird bis 2021 dauern.

Ab 2022 können die neu erschlossenen Quartiere mit klimaschonender Fernwärme beliefert werden. Auf dem Areal des stillgelegten Werks Josefstrasse entsteht eine neue Energiezentrale, die restlichen rund 12’000 Quadratmeter Fläche werden jedoch neu nutzbar. Unter der Leitung des Amts für Städtebau wird ein separates Projekt zur Bebauung und Nutzung der frei verfügbaren Fläche ausgearbeitet.

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