Start der Bauarbeiten auf Zürcher Verkehrs-Hauptschlagader

Anfang April beginnen die Instandsetzungsarbeiten auf der A1 zwischen der Verzweigung Zürich-Ost und Effretikon. Eine Arbeitsgemeinschaft (Arge) unter der Federführung der Implenia AG führt die Arbeiten durch.

Die Hauptarbeiten 2018 konzentrieren sich auf ein rund 3,5 Kilometer langes Teilstück westlich und östlich der Verzweigung Brüttisellen sowie auf das Teilstück zwischen den Verzweigungen Zürich-Ost und Zürich-Nord. Dies teilte das Bundesamt für Strassen Astra am Donnerstag mit.

Bei den Arbeiten, die nach den Osterfeiertagen starten, geht es unter anderem um Belagsinstandsetzungen, den Neubau von Kabelrohrblöcken, Schächten, Signalportalen und Betonfundamenten. Zudem werden Leitmauern zur Optimierung des Grundwasserschutzes neu gebaut. Gestartet wird mit dem Einrichten der provisorischen Verkehrsführung.

Der Verkehr soll möglichst wenig beeinträchtigt werden. Laut Astra sollen je Fahrtrichtung durchgehend drei Fahrspuren zur Verfügung stehen, wobei einzelne Spuren temporär verschmälert werden. Auch wird die Geschwindigkeit angepasst. Arbeiten, bei denen vorübergehend eine Spur abgebaut oder eine Rampe gesperrt werden muss, sollen nachts oder während den Ferienmonaten umgesetzt werden.

Auch soll zu einem späteren Zeitpunkt und im Rahmen eines separaten Projekts im Raum der Verzweigungen Zürich-Nord, Zürich-Ost und Brüttisellen der Pannenstreifen zugunsten des Verkehrsflusses permanent umgenutzt werden. Dann sind auch zwei neue Strassenabwasser-Behandlungsanlagen und fünf neue Lärmschutzwände geplant. Das Projekt wird voraussichtlich im Sommer 2018 aufgelegt.

Insgesamt wird der Belag zwischen der Verzweigung Zürich-Ost und dem Anschluss Effretikon auf einer Länge von 10,4 Kilometer beidseitig durch einen lärmarmen Belag ersetzt. Zudem sollen an Brücken, Rampen und weiteren Bauwerken gezielte Sanierungs- und Verstärkungsmassnahmen ausgeführt werden.

Zudem wird die Betriebs- und Sicherheitsausrüstung ersetzt und ein neues, digitales Verkehrsmanagement für die Geschwindigkeitsharmonisierung und Gefahrenwarnung eingerichtet. Dieses soll bis 2021 seinen Betrieb aufnehmen. Dazu werden 40 neue Signalportale erstellt.

Ausserdem werden im Rahmen des Projekts Massnahmen zur Erhaltung und Verbesserung des Umweltschutzes realisiert. So werden beispielsweise Grundwasserschutzzonen besser geschützt und Entwässerungs- und Sickerleitungen instand gesetzt.

Das Astra rechnet damit, dass die Arbeiten bis voraussichtlich Mitte 2021 dauern. Dafür soll das stark belastete Teilstück soweit instand gesetzt werden, “dass in den folgenden 15 Jahren keine grösseren Unterhaltsarbeiten nötig sein werden”, wie es weiter heisst.

Den Auftrag für die Erneuerung der A1 erteilte das Astra einer Arge unter Federführung der Implenia AG, die mit 60 Prozent an der Arge beteiligt ist. Wie Implenia am Donnerstag mitteilte, entspricht der Auftrag einem Gesamtvolumen von rund 85 Millionen Franken.

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